Artikel von Petra Wille

Petra Wille ist seit 2013 als freiberufliche Produktmanagerin tätig und arbeitet für Ihre Kunden an neuen Produktideen: immer mit agilen Projektmethoden und meist in internationalen, auch verteilten Entwicklungsteams. Außerdem berät und coacht sie Produktmanager und vermittelt Methoden und Handwerkszeug für ein professionelles, dynamisches Produktmanagement. Neben Ihrer freiberuflichen Tätigkeit ist Petra Wille begeisterte Kitesurferin, schreibt für produktbezogen.de und organisiert die größte, deutsche Produktkonferenz MTP Engage.

Gefährliche Annahmen – wie ihr das Risiko minimiert, falsch zu liegen

Wer ein Produkt entwickelt oder ein Startup gründet, der trifft Annahmen. Und das ständig. Zum Beispiel Annahmen über die Nutzer oder Kunden: wer sie sind, wie viele sie sind, wie alt sie sind, was für ein Problem sie haben, dass sie ein Problem haben oder darüber wie man dieses Problem lösen könnte.

Man könnte es mit einer Webseite oder einer App lösen. Oder einfach mit einem Kaffeesirup, der automatisch ne Katze auf den Kaffee zaubert. (siehe Bild) Vorausgesetzt natürlich es gibt Leute, die das Problem haben, dass ihr Kaffee immer so langweilig aussieht, sie Kaffee gerne mit Sirup trinken und Katzen ihre Lieblingstiere sind. Ihr seht wohin uns das führt: in den Wald.

Die meisten dieser Annahmen sind übrigens gut und harmlos und helfen uns dabei, die komplizierte Wirklichkeit zu abstrahieren. Einfach “damit man mal weiterkommt und das jetzt nicht nochmal diskutieren muss”.

Aber es gibt auch weniger harmlose Vertreter: oft werden Annahmen unbemerkt zu Wahrheiten im Unternehmen. Ganz langsam und schleichend und plötzlich weiß keiner mehr, dass dieser Glaubenssatz eigentlich nur mal “so eine Annahme war”. Und plötzlich basiert die komplette Quartalsplanung auf einer einzigen Annahme. Upssss….. das ist gefährlich.

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the Conference 2019: Ausloten was geht

Ich mache kein Geheimnis daraus: ich bin Fan dieser 1.000 Teilnehmer Konferenz in Schweden. Es war mein vierter Besuch in fünf Jahren und es wird nicht der letzte gewesen sein. Soviel steht fest.

Die the Conference nimmt das Motto “Exploring complexity in a digital world” ernst und beschäftig sich jedes Jahr aufs neue mit den großen Fragen, die im Zuge der zunehmenden Digitalisierung so anstehen: Kann KI Kunst erschaffen? Sollte eine KI Kunst erschaffen? Warum ist Architektur so schrecklich ineffizient und kann Digitalisierung helfen, den Bau von Gebäuden resourcenschonender zu machen? Kann man seine Urlaubsbilder eigentlich in Pflanzen-DNA speichern und was hat Transhumanismus mit dem Christentum zu tun und was heisst das für unserer aller Zukunft?

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Wie man den richtigen Produktmanager findet und einstellt

Es ist Januar und somit viel los auf dem Markt der Talente. Alle Unternehmen halten ihre Budgets in Händen und haben neue Stellen geplant. Aber wie findet man den oder die richtige(n) Produktmanager(in)?

1. Wissen was man sucht.

Bevor man mit der Suche nach einem Produktmanager startet sollte man für sich selbst überlegen was genau die Erwartungen an die Rolle sind. Hilfreich dazu sind Fragen wie diese:

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Ab auf die große Bühne! Warum es sich lohnt, Vorträge zu halten

Wir alle gehen gerne auf Konferenzen oder zu Abendveranstaltungen wie den ProductTanks. Denn dort treffen wir Gleichgesinnte, können Erfahrungen austauschen und  nehmen wichtige Impulse für unsere Arbeit aus den gehaltenen Vorträgen mit.

Für aber genau diese Vorträge Sprecher zu finden ist, wie jeder Organisator solcher Veranstaltungen weiss, nicht einfach. Und das Paradoxe daran ist: es ist nicht schwer, spannende Menschen mit berichtenswerten Themen zu finden. Nein. Es ist lediglich problematisch diese Menschen auf die Bühne zu bekommen.

Ich selbst finde das sehr schade. Denn schliesslich profitieren wir alle davon, unsere Erfahrungen weiterzugeben. Unsere Zunft lebt davon, dass wir mit anderen Teilen, was wir gelernt oder welche neuen Frameworks wir erfolgreich eingesetzt haben!

Aus genau diesem Grund will ich heute mal eine Lanze für das “public speaking” brechen. Denn es lohnt sich, auch für die eigene, persönliche Entwicklung, über seinen Schatten zu springen und ins Rampenlicht zu treten.

Hier einige Gründe warum ihr das mit dem Vorträge halten doch einfach mal ausprobieren solltet:

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Den Horizont erweitern – oder was man lernt, wenn man mal was anderes lernt

Zu Beginn des Jahres planen viele von uns ihre Weiterbildungen und denken darüber nach, auf welche Konferenzen sie gehen. Die Budgets dafür sind noch gut gefüllt und was gibt es Schöneres, als das Jahr damit zu beginnen sich selbst “was Schönes” auszusuchen?

Ich will an dieser Stelle einen Denkanstoss mit euch teilen und eine Lanze brechen: für das Training oder die Schulung, die vielleicht etwas exotisch anmuten und nicht die Naheliegendsten ist.

Und warum ich das mache? Weil ich vor einiger Zeit selbst einen Workshop besucht habe, der eben genau das war. Und der hat mir zum einen wirklich Spaß gemacht, zum anderen gute, wirklich neue Kontakte verschafft und fachlich auch noch was gebracht.

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Konferenz Rückblick – The Conference 2017

Wie auch schon 2015 und 2016 war ich in diesem Jahr wieder in Malmö auf der the Conference und habe meine Eindrücke für euch mitgebracht. Wieder sei gesagt: diese Konferenz ist keine klassische Fachkonferenz. Weder für Produktmanager noch für Designer. Sie erweitert unter dem Motto “exploring complexity in a digital world” aber immer Horizonte und regt zum Nachdenken an.

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Die Geheimwaffe unter den Retrospektiven – das Teamradar

Jeder Produktmanager kennt den Moment in dem man bemerkt, dass im Team irgendwie der Wurm drin ist. Oft hat man selbst auch direkt eine Meinung was alles verbessert werden müsste, nur irgendwie sieht das Team das nicht. Sind die denn doof? Das ist doch offensichtlich!!

Nein, sind sie nicht. Es gibt eine schöne Metapher aus dem Coaching dazu: „Das Auto in dem man sitzt kann man nicht anschieben“. Und genauso verhält es sich. Wenn der Produktmanager solche Muster also früher erkennt, dann eben weil man nicht wirklich Teil des Teams ist. Und das ist ein echter Vorteil den man nutzen sollte!

Aber wie spricht man unangenehme Themen mit dem Team so an, dass die Mitglieder das Feedback auch annehmen können und nicht in eine Verteidigungshaltung abrutschen?

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Lesenswert: Calm Technology

Nach dem Hinweis von Sebastian Deterding auf das Buch Calm Technology von Amber Case war ich neugierig auf den Inhalt geworden.

Mir leuchtet die zugrundeliegende Problemstellung ein und ich halte sie für relevant: wenn wir Produktmanager und Interaktionsdesigner weiterhin Software so bauen, wie wir es derzeit tun wird unsere technische Zukunft eine sehr laute!

50 Milliarden Geräte, so eine Schätzung von Cisco, werden im Jahr 2020 vernetzt sein und untereinander aber vor allem auch mit ihren Besitzern kommunizieren wollen: Der Kühlschrank, der Wasserkocher, die Türklingel, jede LED-Birne, die Smartwatch. Alles wird um unsere Aufmerksamkeit buhlen.

Verlockend also die Idee, in einem Buch einige Tipps und Tricks für „leiseres Design“ zu finden.

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