Wie bereits auf produktbezogen.de angekündigt, fand letzten Donnerstag der erste ProductTank Hamburg statt. Wir als Organisatoren waren überwältigt ob der großen Teilnehmerzahl und des vielen positiven Feedbacks, welches wir bekamen. Mehr als 60 Personen trafen gegen 18 Uhr bei XING im Eventraum ein und falls jemand von Euch nicht dabei gewesen sein sollte, gibt es jetzt eine Zusammenfassung der Talks.
Die Produktmanagement-Wahrheit

Foto: GillyBerlin (CC-Lizenz)
Online-Produktmanagement ist in einer spannenden Phase. Nahezu täglich erscheinen Bücher mit neuen Ansätzen und die Anzahl der Blogs ist schier unüberschaubar geworden. Ein zentrales Thema dabei ist die Sehnsucht und Suche nach Dem Einen Wahren Produktmanagement-Prozess. Irgendwo muss doch die Blaupause sein, die nur befolgt werden muss, um erfolgreich zu sein, die eine Anleitung, mit der alle Probleme auf einen Schlag beseitigt sind?
Warum haben wir in Hamburg eigentlich keine Produkt-Community?
Genau diese Frage haben wir – das sind Marc Kadish, Arne Kittler und Timo Fritsche von XING – uns gestellt, als wir London im September gen Heimat verließen.
Dabei ist Hamburg eigentlich hochkarätig besetzt, was Produktmanagement angeht. Wir haben große, erfolgreiche IT-Unternehmen, Verlagshäuser, Agenturen und viele, viele hochtalentierte Freiberufler. Man kennt sich untereinander und doch fehlt ein offizielles Forum für den Austausch unter Produktexperten.
Mit Design Principles besser und gemeinsam ans Ziel
Für mich (und es geht mir sicher nicht alleine so) hat die Arbeit in der Produktentwicklung immer etwas von einer aufregenden Abenteuerreise. Man hat eine Vision und eine Idee wo die Reise hingehen soll. Aber es gibt stets Überraschungen und so weiß man nie genau, ob die Reise so verläuft, wie man es vorher im Kopf hatte. Und mit je mehr Leuten man auf die Reise geht, desto schwieriger werden Abstimmungen und das Finden eines gemeinsamen Zieles. Aber genau das macht ja den Reiz einer Abenteuerreise aus und macht die Arbeit in der Produktentwicklung immer wieder aufs Neue aufregend und spannend. Gut ist es nur, wenn man einen Kompass hat, der – egal wo man ist – die Reisenden an die Richtung und das (hoffentlich) gemeinsame Ziel erinnert.
Design Principles sind für mich der Kompass in der Produktentwicklung. Wenn man sie konsequent und überlegt für die eigene Produktentwicklung einsetzt, unterstützen Principles dabei, die Richtung nicht aus den Augen zu verlieren und so besser und gemeinsam ans Ziel zu kommen. In diesem Artikel geht es deshalb darum, was gute Design Principles ausmacht und wie man am Besten dabei vorgeht, selbst welche zu erstellen.
Lesenswert: November 2013
In dieser neuen, regelmäßigen Rubrik auf produktbezogen wollen wir euch spannende Links, Artikel, Interviews und Videos aus dem jeweils vergangenen Monat präsentieren. Wir wünschen euch viel Spaß beim Stöbern:
Produktmanagement
- Marty Cagan hat sich damit beschäftigt, wie die Product Discovery in etablierten Unternehmen im Gegensatz zu Start-Ups funktionieren sollte.
- Toby Baier hat ein hörenswertes Interview mit Roman Pichler geführt: Wie wird man Produktmanager?
- Ende vergangenen Monats haben wir uns mit der Produktstrategie von Fab.com beschäftigt. Mittlerweile gab es dort einige Unruhe und neben zahlreichen Entlassungen hat Fab auch seinen kreativen Kopf und den Chief Product Officer verloren.
- Mit der Content-First-Strategie in der Multi-Device-Welt besser zurechtkommen.
Nutzerbedürfnisse, Nutzwert und Usability – Der richtige Einsatz von User Research
In meinem letzten Artikel habe ich darüber geschrieben, dass jeder Produktmanager das große Interesse haben sollte, sich direkt mit seinen (potentiellen) Kunden und Nutzern zu unterhalten. Produktmanager sollten also selber User Research betreiben, um die Anforderungen der Nutzer bestmöglich zu verstehen.
Häufig werde ich allerdings gefragt, wie man User Research richtig einsetzt und wie man die Ergebnisse aus User Research richtig interpretiert. Eine spannende Frage, denn ich erlebe immer wieder, dass die Aussagen und Erkenntnisse aus User-Tests falsch genutzt werden, z.B. indem die Antworten aus 5 Interviews dazu dienen, Entscheidungen für oder gegen ganze Produktideen zu treffen.
Aus diesem Grunde möchte ich hier eine kurze Übersicht darüber bieten, für welche Fragestellungen sich welche Research Methoden eignen – oder auch nicht.
Usability Labs: If you’re not testing, you’re guessing
Die Usability von Enterprise Content Management Systemen ist immer ein spannendes Thema. Fast kein Redakteur ist mit der Usability seines Systems zufrieden. In der letzten Zeit habe ich als Produktmanager für ein Enterprise Content Management System viel über Usability im Enterprise-Umfeld gelernt. Eines der wichtigsten Tools war dabei das Usability Lab. In einem Usability Lab werden UI-Konzepte mit Hilfe von Prototypen unter realen Bedingungen mit Anwendern validiert. In diesem Blogbeitrag erkläre ich einige Aspekte, die bei der Durchführung von Usability Labs wichtig sind und wieso jeder ein Usability Lab durchführen sollte.
Digitale Produktentwicklung, Theorie trifft auf Realität

Foto: Matthias Müller-Prove
Anlässlich des heutigen World Usability Day in Hamburg habe ich eine Präsentation über die digitale Produktentwicklung bei Immonet.de gehalten und mich damit beschäftigt, was passiert, wenn Theorie auf die Realität trifft.
Produktmanager an die (User-Testing) Front!
Vor einiger Zeit wurde ich von einem Bekannten angesprochen, der gerade dabei war, ein User-Lab bei seinem Arbeitgeber einzurichten. Er fragte mich, ob ich auch Erfahrung hätte mit einer Zwei-Wege-Kommunikation zwischen dem Interview-Leiter und den Beobachtern, sodass die Beobachter – in der Regel die Produktmanager – aus dem Beobachtungsraum heraus Fragen an den Interview-Leiter weitergeben können, die dieser dann mit den Testpersonen besprechen kann.
Ja, ich habe Erfahrungen mit solcher Zwei-Wege-Kommunikation gemacht. Technisch kann man hierfür einfach Instant-Messaging-Systeme wie Skype, ICQ o.ä. einsetzen oder – etwas ausgefeilter – per Mikrofon und Knopf im Ohr des Interview-Leiters eine Kommunikation ermöglichen. Aber ehrlich gesagt ich kann von dem Einsatz dieser Möglichkeiten nur abraten!
Produktstrategie – das Beispiel von Fab.com
Vor kurzem habe ich in einem Artikel über Produktvisionen geschrieben und dabei als Beispiel auch die Mission von Fab.com genannt. In einem kürzlich veröffentlichten Brief von Jason Goldberg, dem CEO von Fab.com, an seine Mitarbeiter musste ich nun feststellen, dass ich leider nicht die richtige Mission wiedergegeben hab. Daher nun eine Korrektur.

