Product Discovery – aber bitte richtig

Wenn es einen Begriff gibt, der sich in Produktmanagement- und UX-Kreisen in den letzten Jahren herumgesprochen hat, dann ist es sicher „Product Discovery“. Hierbei handelt es sich um die Phase, in der für eine Produktidee zunächst untersucht werden soll, ob es überhaupt echte Nutzer gibt, die das Produkt haben wollen. Anschließend soll dann eine Lösung gefunden werden, die nutzbringend (valuable), bedienbar (usable) und umsetzbar (feasible) ist. Der Begriff „Product Discovery“ und die dahinter stehende Philosophie wurde dabei schon 2007 von Marty Cagan geprägt.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus sowie in Gesprächen mit anderen musste ich allerdings immer wieder feststellen, dass Product Discovery häufig falsch verstanden oder nicht richtig angegangen wird. So wird der Begriff teilweise entweder nur als Vorwand genutzt wird, sich 1-2 Wochen einem Thema zu widmen („Wir machen jetzt mal eine Discovery dafür“) oder aber dann in der Discovery-Phase doch nur eine Lösungs-Idee exploriert und mit Nutzern getestet wird. Daher möchte ich im Folgenden ein paar Tipps geben, worauf es bei einer echten Product Discovery ankommt und was zu beachten ist.

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Buch zu verlosen: UX Design für Tablets

Tablets bieten als neue Geräteklasse vielfältige Möglichkeiten für die Entwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen. Form-Faktor und Technik, Touch-Bedienung und insbesondere der neue Nutzungskontext machen es allerdings notwendig, sich intensiv Gedanken über das User Experience Design für iPad und Co zu machen.

ux_design_fuer_tabletsChristian Kuhn, Inhaber der UX-Agentur NUISOL, hat hierzu kürzlich ein neues Buch „UX Design für Tablets“ herausgebracht. Hierin beschreibt er leicht verständlich und im Detail, warum User Experience Design wichtig ist, was die Fallstricke bei der Gestaltung für Tablets sind und wo ein Umdenken im Vergleich zum „normalen“ Webdesign notwendig ist. Dabei greift Christian auf die Weisheiten des Zen zurück und zeigt dem Leser in praktischen Beispielen, wie das eigene Online-Angebot fit für die mobilen Endgeräte gemacht werden kann.

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Wie man den richtigen UX Designer findet – ein 3-Schritte-Guide

Gute Leute für ein User Experience Design Team finden ist eine echte Herausforderung. Da ist es fast egal, ob man Interaction Designer, Visual Designer, Copywriter oder User Researcher sucht. Ich spreche immer wieder mit Leuten, die auf der Suche nach User Experience Design-Unterstützung für ihre Firma sind – vom Geschäftsführer bis hin zum User Experience Teamleiter. Teilweise kann es Monate oder bis zu einem Jahr dauern, bis der richtige Mitarbeiter oder Freelancer gefunden wird. Und je weniger praktische User Experience Design-Erfahrung der Suchende hat, desto schwieriger wird es. Ein Dschungel an unterschiedlichen Job Titeln und unterschiedlichen Skills macht das Ganze nicht einfacher. Dieser 3-Schritte-Guide hilft hoffentlich denjenigen, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern oder Kollegen sind.

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Wie man den richtigen Produktmanager findet – ein 3-Schritte-Guide

Nachdem ich in meinem letzten Artikel über das Mind-Set eines Produktmanagers geschrieben habe, geht es nun darum wie so jemand denn rekrutiert werden kann. Das Mind-Set hat schon gezeigt wie anspruchsvoll die Aufgabe ist und entsprechend schwierig ist es auch einen passenden Produktmanager zu finden. Die gute Nachricht ist, dass sich ein Produktmanager vielleicht bereits im Unternehmen „versteckt“, also einen anderen Titel oder Rolle hat. Um diese versteckten Produktmanager zu entdecken, als auch Produktmanager von außerhalb des Unternehmens zu rekrutieren, gilt es allerdings genau zu wissen, nach welchem Skillset und welcher Persönlichkeit gesucht werden muss.

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Produktvision oder die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer

Am Anfang vieler erfolgreicher Produkte und Unternehmen steht eine Vision (häufig auch als Mission Statement formuliert) die aufzeigt, wohin die Reise langfristig gehen soll.

Schon Antoine de Saint-Exupéry sagte einmal:

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Das Zitat beschreibt sehr schön, wozu eine Vision dienen soll: Mitarbeiter, Kollegen, Investoren und nicht zuletzt auch Kunden und Nutzern aufzuzeigen, was die langfristigen Ziele hinter der Entwicklung eines Produktes sind.

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Über die Aufzucht und Pflege von Design Pattern Libraries

Wolf beim Pattern-Library-Vortrag (Bild: Martin Eggert)

Als Interaction Designer für OTTO habe ich die Aufgabe bekommen, eine Design Pattern Library für unsere neue eCommerce-Plattform zu erdenken und aufzubauen. Nach mittlerweile über einem Jahr haben meine Kollegen und ich nicht nur eine funktionierende Pattern Library sondern auch eine Menge über den Aufbau und Betrieb solcher Tools gelernt. Dieses Wissen wie man eine Pattern Library strukturiert, wie man Patterns benennt, wie man die Prozesse stricken muss und warum alles so einfach und schlank wie möglich gehalten werden sollte, habe ich am heutigen UX Roundtable Hamburg präsentiert und diskutiert. Die Folien meiner Präsentation sind mittlerweile hier online verfügbar:

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User Experience Design – mehr als nur der Zuckerguss

An meine erste Begegnung mit dem Thema User Experience Design erinnere ich mich noch sehr gut. Alles begann mit dem Buch “The Elements of User Experience” von Jesse James Garett. Danach sah ich meine Arbeit mit anderen Augen. Ging es mir zuvor in erster Linie um gute Usability und einen möglichst minimalistischen Aufbau, begann ich daraufhin noch systematischer mich auf die Bedürfnisse des Nutzers zu fokusieren. Mein erster Schritt beim Entwickeln von Konzepten war nun die Frage  “Was will und braucht der Nutzer?” oder “Welches Problem des Nutzers wollen wir damit lösen?”. Es war nicht mehr nur die äußere Form der Torte, sprich der Zuckerguss, mit der ich mich beschäftigte – es ging um mehr als das. Ich fragte mich, welche Art und welche Form von Torte der Nutzer überhaupt gebrauchen könnte. Von da an sah ich mich selbst als Experience Designer. Seitdem hat sich beim Thema User Experience viel getan und der Job des User Experience Designers verändert sich.

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Produkte und Bedürfnisse

Mit unserem Blog “produktbezogen” möchten wir unsere Leidenschaft für großartige Produkte und deren Entwicklung von der Ersten Idee hin zum erfolgreichen Produkt mit anderen teilen. Doch was verstehen wir eigentlich unter einem “Produkt”?

Ein Blick z.B. in Wikipedia zeigt, dass es verschiedenste Produkbegriffe gibt, wobei wir uns hier ausschließlich dem wirtschaftlichen Produkt widmen wollen, und nicht etwa dem mathematischen. Aber auch für ein Produkt in der Wirtschaft, so verrät uns Wikipedia, gibt es unterschiedlichste Definitionen. Es gibt

  • die transformationsorientierte Definition, in der Eingangsfaktoren (Güter, Energie, Arbeit) in ein Ergebnis umgewandelt, also transformiert werden,
  • die wertschöpfungsorientierte Definition, in der ein Wirtschaftsgut in einem Wertschöpfungsprozess geschaffen wird,
  • die umgangssprachliche Definition, in der ein Produkt einfach ein Erzeugnis oder Stückgut ist.

All diese Definitionen sagen allerdings noch recht wenig darüber aus, was ein wirklich gutes Produkt ist und wie man es schafft.. Hilfreicher in dieser Hinsicht ist jedoch die angebotsorientierte Definition:

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Wir sind produktbezogen

produktbezogen das sind Daniel, Inken, Rainer und Wolf. Zusammen kommen wir auf über 50 Jahre Erfahrung in der digitalen Produktentwicklung.

Unsere Leidenschaft sind großartige Produkte und der Entwicklungsprozess von der ersten Idee zum erfolgreichen Produkt. Dabei verstehen wir uns nicht als professionelle Berater sondern als Praktiker in der digitalen Geschäftswelt.

Die Idee zu produktbezogen kam uns abends bei einem gemeinsamen Bier. Es ging um die deutsche Produktmanagement und UX Community und den Austausch untereinander. Schnell kamen wir zu dem Schluss, dass in den letzten Jahren eine Menge passiert ist. Und wir hatten das Glück mittendrin zu sein. Diese Erfahrungen – die positiven und die negativen – würden wir gerne mit anderen teilen und unseren Beitrag zur deutschen und deutschsprachigen Produktmanagement- und UX-Community leisten. So können wir auch auf diese Art dazu beitragen das es mehr und mehr begeisternde Produkte im deutschsprachigen Raum gibt.

Wir freuen uns auf spannende Interaktionen und Kontakte mit unseren Lesern!