Wenn es einen Begriff gibt, der sich in Produktmanagement- und UX-Kreisen in den letzten Jahren herumgesprochen hat, dann ist es sicher „Product Discovery“. Hierbei handelt es sich um die Phase, in der für eine Produktidee zunächst untersucht werden soll, ob es überhaupt echte Nutzer gibt, die das Produkt haben wollen. Anschließend soll dann eine Lösung gefunden werden, die nutzbringend (valuable), bedienbar (usable) und umsetzbar (feasible) ist. Der Begriff „Product Discovery“ und die dahinter stehende Philosophie wurde dabei schon 2007 von Marty Cagan geprägt.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus sowie in Gesprächen mit anderen musste ich allerdings immer wieder feststellen, dass Product Discovery häufig falsch verstanden oder nicht richtig angegangen wird. So wird der Begriff teilweise entweder nur als Vorwand genutzt wird, sich 1-2 Wochen einem Thema zu widmen („Wir machen jetzt mal eine Discovery dafür“) oder aber dann in der Discovery-Phase doch nur eine Lösungs-Idee exploriert und mit Nutzern getestet wird. Daher möchte ich im Folgenden ein paar Tipps geben, worauf es bei einer echten Product Discovery ankommt und was zu beachten ist.

