Artikel von Inken Petersen

Inken Petersen ist freiberufliche Produktmanagerin und UX-Beraterin aus dem schönen Hamburg. Sie unterstützt mit viel Leidenschaft Produkt-Teams in der Etablierung nutzerzentrierter Methoden und Vorgehensweisen - von der Produkt-Vision und den Personas, über den Visions-Prototypen bis hin zum Nutzer-Interview.

Der perfekte Product Design Sprint – Tag 1: Product Experience Mapping

In dieser Artikelreihe führen wir euch durch jeden Tag des aus unserer Sicht idealen Product Design Sprints. Unsere liebsten Lean UX Methoden werden in 5 Tagen gebündelt und helfen euch in kürzester Zeit, gemeinsam und interdisziplinär Konzepte zu entwickeln, die konkrete Probleme eurer Nutzer lösen. Den ersten Tag starten wir damit, alles was wir über unsere Nutzer wissen, zu sammeln und mit den Produktzielen zu „mappen“. Wir starten mit einer Product Experience Map.

Was ist eine Product Experience Map?

Eine Product Experience Map ist eine Art Steckbrief des Benutzererlebnisses, dass ein Nutzer mit einem bestimmten Produkt oder Service hat oder haben soll. Sie zeigt, wie der Nutzer idealerweise mit dem Produkt umgeht und welche Probleme es eventuell gibt. Deswegen ist eine Experience Map ein super Tool, um Potentiale zu erkennen und für die Produktentwicklung zu nutzen. Vor allem mit der zunehmenden Multidevice-Nutzung von Produkten und der Komplexität in der Benutzerführung wird unserer Meinung nach die Product Experience Map als schlanke und zielorientierte Methode immer mehr an Bedeutung gewinnen.

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Der perfekte Product Design Sprint – die besten Methoden für kompakte 5 Tage

In dieser Artikelreihe führen wir euch durch jeden Tag des aus unserer Sicht idealen Product Design Sprints. Mit dieser kompakten Variante eines Design Prozesses könnt ihr in kürzester Zeit gemeinsam und interdisziplinär Konzepte entwickeln, die konkrete Probleme eurer Nutzer lösen. Ein Product Design Sprint eignet sich perfekt für StartUps, die ihre Ideen nutzerzentriert und schnell entwickeln wollen. Aber auch bereits etablierte Produkte, die einfach frischen Wind oder neuen Fokus brauchen, profitieren von einem Design Sprint. Neben der Generierung von neuen Ideen könnt ihr die 5 Tage aber auch nutzen, um gemeinsam UX Tools zu entwickeln, die euch nachhaltig eine nutzerzentrierte Produktentwicklung ermöglichen.

Was ist denn ein Product Design Sprint?

Wenn ihr beim Blick auf die Übersicht von dem Product Design Sprint denkt “Das kommt mir bekannt vor”, dann habt ihr Recht. Das Vorgehen basiert auf dem Design Thinking Ansatz, der von der Stanford d.school ins Leben gerufen worden ist. Mit dem Product Discovery Ansatz haben Marty Cagan und aber auch Jeff Patton die Idee von Design Thinking bereits erfolgreich in die agile Produktentwicklung integriert. Auch Rainer hat über das Thema Product Discovery hier bei produktbezogen schon einen Artikel geschrieben. Wir haben auf Basis unser Erfahrungen der letzten Jahre kleine Abwandlungen am Vorgehen vorgenommen, die unser Meinung nach ideal für die Lösung von größeren und komplexeren User Experience Herausforderungen im Produkt sind. Ihr könnt den Product Design Sprint aber auch nutzen eure eigenen User Experience Tools zu entwickeln, die euch in der nutzerzentrierten Produktentwicklung unterstützen. Das Ergebnis nennen wir den (agile) Product Design Sprint und er bündelt all unsere Lieblings-Methoden in kompakten und aufregenden 5 Tagen. Wir haben uns übrigens bewußt dazu entschieden unseren kleinen Product Design-Methoden-Koffer nicht Product Discovery zu nennen, da wir uns in einigen Punkten unterscheiden.

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produktbezogen im Gespräch mit Chad Mazzola (Director Product Design, Klarna)

Mit „produktbezogen im Gespräch“ starten wir eine Interview-Reihe mit ausgewählten Produktmanagement und User Experience Experten. Den Anfang macht Chad Mazzola, den es von Boston nach Stockholm gezogen hat, um dort als Director Product Design ein Team aufzubauen und das Design von der nächsten Generation des Klarna Produktes zu gestalten. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, dass wir ihn für ein Interview gewinnen konnten. Anders als sonst bei produktbezogen ist das Interview auf Englisch, da eine Übersetzung dem Ganzen unserer Meinung nach nicht gut getan hätte.

First of all, please tell us a little bit about yourself.

Well, to go back to the beginning, there was one fateful weekend with a „Learn HTML in 24 hours“ book in high school that pretty dramatically altered what came next. I’ve been making things on the web ever since then.

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Mit Design Principles besser und gemeinsam ans Ziel

Design-Principles

Für mich (und es geht mir sicher nicht alleine so) hat die Arbeit in der Produktentwicklung immer etwas von einer aufregenden Abenteuerreise. Man hat eine Vision und eine Idee wo die Reise hingehen soll. Aber es gibt stets Überraschungen und so weiß man nie genau, ob die Reise so verläuft, wie man es vorher im Kopf hatte. Und mit je mehr Leuten man auf die Reise geht, desto schwieriger werden Abstimmungen und das Finden eines gemeinsamen Zieles. Aber genau das macht ja den Reiz einer Abenteuerreise aus und macht die Arbeit in der Produktentwicklung immer wieder aufs Neue aufregend und spannend. Gut ist es nur, wenn man einen Kompass hat, der – egal wo man ist – die Reisenden an die Richtung und das (hoffentlich) gemeinsame Ziel erinnert.

Design Principles sind für mich der Kompass in der Produktentwicklung. Wenn man sie konsequent und überlegt für die eigene Produktentwicklung einsetzt, unterstützen Principles dabei, die Richtung nicht aus den Augen zu verlieren und so besser und gemeinsam ans Ziel zu kommen. In diesem Artikel geht es deshalb darum, was gute Design Principles ausmacht und wie man am Besten dabei vorgeht, selbst welche zu erstellen.

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Wie man den richtigen UX Designer findet – ein 3-Schritte-Guide

Gute Leute für ein User Experience Design Team finden ist eine echte Herausforderung. Da ist es fast egal, ob man Interaction Designer, Visual Designer, Copywriter oder User Researcher sucht. Ich spreche immer wieder mit Leuten, die auf der Suche nach User Experience Design-Unterstützung für ihre Firma sind – vom Geschäftsführer bis hin zum User Experience Teamleiter. Teilweise kann es Monate oder bis zu einem Jahr dauern, bis der richtige Mitarbeiter oder Freelancer gefunden wird. Und je weniger praktische User Experience Design-Erfahrung der Suchende hat, desto schwieriger wird es. Ein Dschungel an unterschiedlichen Job Titeln und unterschiedlichen Skills macht das Ganze nicht einfacher. Dieser 3-Schritte-Guide hilft hoffentlich denjenigen, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern oder Kollegen sind.

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User Experience Design – mehr als nur der Zuckerguss

An meine erste Begegnung mit dem Thema User Experience Design erinnere ich mich noch sehr gut. Alles begann mit dem Buch “The Elements of User Experience” von Jesse James Garett. Danach sah ich meine Arbeit mit anderen Augen. Ging es mir zuvor in erster Linie um gute Usability und einen möglichst minimalistischen Aufbau, begann ich daraufhin noch systematischer mich auf die Bedürfnisse des Nutzers zu fokusieren. Mein erster Schritt beim Entwickeln von Konzepten war nun die Frage  “Was will und braucht der Nutzer?” oder “Welches Problem des Nutzers wollen wir damit lösen?”. Es war nicht mehr nur die äußere Form der Torte, sprich der Zuckerguss, mit der ich mich beschäftigte – es ging um mehr als das. Ich fragte mich, welche Art und welche Form von Torte der Nutzer überhaupt gebrauchen könnte. Von da an sah ich mich selbst als Experience Designer. Seitdem hat sich beim Thema User Experience viel getan und der Job des User Experience Designers verändert sich.

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