Konferenz Rückblick – The Conference. Exploring Complexity in a digital world.

Im August fand im schönen Malmö die „The Conference“ statt und ich bin dort der Frage nachgegangen, was passiert wenn 1.000 Menschen aus dem digitalen Umfeld sich für zwei Tage zu einer Konferenz in Schweden treffen.

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Und ich bin außerdem der Frage nachgegangen, für wen diese Konferenz eigentlich überhaupt gedacht ist. Denn das war zumindest mir im Vorraus nicht klar geworden.

Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich jetzt sagen, die Konferenz ist für alle Menschen, die über ihren beruflichen Tellerrand einmal hinausschauen wollen. Sie ist nicht nur für Produktmanager oder Interaktionsdesigner. Sie ist weit mehr.

Über den Tellerrand

Es ging z.B. um gesellschaftliche Themen, wie im Vortrag von Suleiman Bakhit. Der Mann ist Comic-Herausgeber im Jordan und hat mit seinem Vortrag, warum es wichtig ist die gängigen Geschichten der muslimisch-arabischen Welt mit echten Superheldenstories zu ersetzen, fast alle Zuhörer zu Tränen gerührt. Ob einen diese Emotion auch mit der Distanz eines Videos packt, solltet ihr unbedingt ausprobieren.

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Außerdem gab es weitere Denkanstößen zu ganz allgemeinen Themen. Wie von Clown und Philosoph Derek Sivers mit „How to like people“ oder seinem zweiten Vortrag unter der Überschrift „How to thrive in an unknowable future“. Beides auf jeden Fall Teil meiner Konferenz-Favoriten.

Etwas näher an unserer Arbeit als Produktmanager und Interaktionsdesigner waren dann z.B. die Vorträge von Tim Leberecht zum Thema „Methods to get through the noise“ und Andie Nordgren mit „Knowledge as a product“. Tim Leberecht hat uns erzählt, warum wir alle etwas mehr Romantik, etwas mehr Überraschung und etwas weniger Perfektion in unsere Produkte integrieren sollen. Andie Nordgren hat auf wunderbare Weise neu erklärt, wie wir über den Umgang mit unseren Nutzern nachdenken sollten.

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Kate Stone hat mit „Getting a dialogue going“ dann sowohl den Nerd in mir, als auch das Spielkind angesprochen. Sie macht tolle digitale Produkte wie z.B. das kleinste DJ-Deck der Welt. Und Nina Åkestam hat bei ihrem Vortrag zu „The Future Of Work“ erschreckend offen vom eigenen Burnout und ihren Strategien damit umzugehen berichtet.

Große Emotionen

Alles in allem waren es viel zu viele kleine Gedanken, große Ideen und emotionale Momente in der Wundertüte „the Conference“, um euch hier alles wiederzugeben. Schaut euch gerne ein paar Videos an, um euch selbst ein Bild zu machen.

Und solltet ihr selbst Lust auf Unerwartetes und Gänsehautmomente wie den Auftritt von Nina Perrson (the Cardigans) haben, dann solltet ihr euch 2016 wohl ebenfalls ein Ticket für diese Konferenz kaufen.

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Über Petra Wille

Petra Wille studierte Informationstechnik (Dipl.-Ing. (BA)) und war zuletzt, nach Stationen bei SAP, Hubert Burda Media und der XING AG bei der tolingo GmbH in Hamburg als „Managing Director“ tätig. Seit 2013 ist Petra Wille freiberufliche Produktmanagerin und arbeitet für Ihre Kunden an neuen Produktideen: immer mit agilen Projektmethoden und meist in internationalen, auch verteilten Entwicklungsteams. Außerdem berät und coacht sie Produktmanager und vermittelt Methoden und Handwerkszeug für ein professionelles, dynamisches Produktmanagement. Neben Ihrer freiberuflichen Tätigkeit ist Petra Wille begeisterte Kitesurferin und schreibt für produktbezogen.de

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