Artikel von Petra Wille

Petra Wille studierte Informationstechnik (Dipl.-Ing. (BA)) und war zuletzt, nach Stationen bei SAP, Hubert Burda Media und der XING AG bei der tolingo GmbH in Hamburg als „Managing Director“ tätig. Seit 2013 ist Petra Wille freiberufliche Produktmanagerin und arbeitet für Ihre Kunden an neuen Produktideen: immer mit agilen Projektmethoden und meist in internationalen, auch verteilten Entwicklungsteams. Außerdem berät und coacht sie Produktmanager und vermittelt Methoden und Handwerkszeug für ein professionelles, dynamisches Produktmanagement. Neben Ihrer freiberuflichen Tätigkeit ist Petra Wille begeisterte Kitesurferin und schreibt für produktbezogen.de

Böse Deadline! Wie man zu einer realistischen & flexiblen Planung kommt

Jedes Projekt, jedes Release, jede geplante Funktion ruft eine Frage hervor: Wann ist das fertig? Viele Teams, die Produktmanager eingeschlossen, empfinden diese ständig wiederkehrende Frage als Schikane.

Dabei liegt es in der Natur des Menschen wissen zu wollen, wann eine angefangene Tätigkeit ihren Abschluss findet. Vor allem dann, wenn eine andere Person aktiv werden muss sobald die erste Tätigkeit abgeschlossen ist. Das gilt z.B. für Marketing-Kollegen, die erst dann mit der Vermarktung anfangen können, wenn das Release fertiggestellt ist. Oder für das Management, das erst wenn die aktuelle Projektphase durch ist darüber nachdenken kann, welchen wichtigen Aufgaben das Team sich dann annehmen könnte. Weiterlesen

Sag mal… wie priorisierst du eigentlich? 10 Techniken für klare Entscheidungen.

Eine der Kernaufgaben von Produktmanagern ist das Priorisieren von Arbeitspaketen für das Entwicklungsteam und alle Produktmanager nehmen diese Aufgabe auch wahr. Doch jetzt kommt das Aber: Oft wird nur anhand des eigenen Bauchgefühls entschieden was gebaut werden soll und was nicht.

Auf Nachfrage können POs und Produktmanager meist nicht genau sagen, anhand welcher Kriterien oder Regeln sie priorisieren. Diese mangelnde Transparenz führt ggf. zu Spannungen mit dem Enwicklungsteam oder mit den Stakeholdern.

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Kleine Bewerbungskunde für Produktmanager und Interaktionsdesigner – Teil 3: Das Gespräch

Nachdem wir uns mit der richtigen Art eine Bewerbung zu schreiben und dem möglicherweise folgenden Telefoninterview beschäftigt haben, soll es heute um die nächste Runde im Bewerbungsmarathon gehen:

Das Bewerbungsgespräch. Das eine, standardisierte Gespräch für das man in den (Hosen-)Anzug steigt und Fragen wie „wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ beantwortet. Gibt es das eigentlich noch?

Ja, das gibt es noch. Vereinzelt. Aber es gibt auch reichlich andere Formen solcher Gespräche. Darauf will ich zuerst einmal eingehen. Danach folgen meine Tipps für das eigentliche Gespräch sowie eine Sammlung von Fragen auf die Ihr schon mal die Antworten üben könnt.

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Drei Interviews, drei Standpunkte: das erste Jahr als Produktmanager – Teil 2

Nachdem unser erster Artikel zum Thema „Das erste Jahr als Produktmanager“ so gut angekommen ist haben wir jetzt eine Neuauflage mit drei Kolleginnen gestartet. Es kommen also wieder einmal die zu Wort, die sich gerade auf den Weg gemacht haben um diese Rolle auszufüllen. Erneut finden sich spannende Einsichten und gute Tipps für alle Auf-, Um- und Einsteiger im Produktmanagement und vielleicht die Antwort auf die Frage: Wie wird man eigentlich Produktmanager oder Product Owner?

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Operative Hektik oder warum man in Q4 die Roadmaps in Ruhe lassen sollte

Das vierte Quartal hat angefangen und in den Boardmeetings und Management-Offsites wird landauf, landab festgestellt, dass man doch eigentlich wieder viel mehr hätte erreichen wollen in diesem Jahr.

Also wird beratschlagt, wie man vielleicht doch nochmal ein paar Meter machen, ein paar Euros verdienen, ein paar mehr Nutzer, mehr Clicks, mehr Upsells realisieren kann. Man beschliesst Marketinginitiativen, sucht nach Gegenmaßnahmen und findet, dass eine Pressemitteilung zu einem neuen digitalen Produkt sich nochmal gut machen würde.

Also ruft man nach “der Roadmap”, schaut auf die Planung und schiebt ein Thema nach hinten um vorne zwei Neue einzuplanen. Der Frage nach Priorität weicht man als Manager aus, weil man eigentlich weiss, dass nur ein Thema Priorität 1 haben kann. Für den Erfolg der Firma sind doch beide Themen wichtig.

Nur warum verstehen die Mitarbeitern das immer nicht? Warum wabert jetzt wieder wochenlang diese gefühlte Unzufriedenheit über die Gänge?

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