Artikel von Petra Wille

Petra Wille studierte Informationstechnik (Dipl.-Ing. (BA)) und war zuletzt, nach Stationen bei SAP, Hubert Burda Media und der XING AG bei der tolingo GmbH in Hamburg als „Managing Director“ tätig.
Seit 2013 ist Petra Wille freiberufliche Produktmanagerin und arbeitet für Ihre Kunden an neuen Produktideen: immer mit agilen Projektmethoden und meist in internationalen, auch verteilten Entwicklungsteams.
Außerdem berät und coacht sie Produktmanager und vermittelt Methoden und Handwerkszeug für ein professionelles, dynamisches Produktmanagement.
Neben Ihrer freiberuflichen Tätigkeit ist Petra Wille begeisterte Kitesurferin und schreibt für produktbezogen.de

Konferenz Rückblick – The Conference 2017

Wie auch schon 2015 und 2016 war ich in diesem Jahr wieder in Malmö auf der the Conference und habe meine Eindrücke für euch mitgebracht. Wieder sei gesagt: diese Konferenz ist keine klassische Fachkonferenz. Weder für Produktmanager noch für Designer. Sie erweitert unter dem Motto „exploring complexity in a digital world“ aber immer Horizonte und regt zum Nachdenken an.

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Die Geheimwaffe unter den Retrospektiven – das Teamradar

Jeder Produktmanager kennt den Moment in dem man bemerkt, dass im Team irgendwie der Wurm drin ist. Oft hat man selbst auch direkt eine Meinung was alles verbessert werden müsste, nur irgendwie sieht das Team das nicht. Sind die denn doof? Das ist doch offensichtlich!!

Nein, sind sie nicht. Es gibt eine schöne Metapher aus dem Coaching dazu: „Das Auto in dem man sitzt kann man nicht anschieben“. Und genauso verhält es sich. Wenn der Produktmanager solche Muster also früher erkennt, dann eben weil man nicht wirklich Teil des Teams ist. Und das ist ein echter Vorteil den man nutzen sollte!

Aber wie spricht man unangenehme Themen mit dem Team so an, dass die Mitglieder das Feedback auch annehmen können und nicht in eine Verteidigungshaltung abrutschen?

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Lesenswert: Calm Technology

Nach dem Hinweis von Sebastian Deterding auf das Buch Calm Technology von Amber Case war ich neugierig auf den Inhalt geworden.

Mir leuchtet die zugrundeliegende Problemstellung ein und ich halte sie für relevant: wenn wir Produktmanager und Interaktionsdesigner weiterhin Software so bauen, wie wir es derzeit tun wird unsere technische Zukunft eine sehr laute!

50 Milliarden Geräte, so eine Schätzung von Cisco, werden im Jahr 2020 vernetzt sein und untereinander aber vor allem auch mit ihren Besitzern kommunizieren wollen: Der Kühlschrank, der Wasserkocher, die Türklingel, jede LED-Birne, die Smartwatch. Alles wird um unsere Aufmerksamkeit buhlen.

Verlockend also die Idee, in einem Buch einige Tipps und Tricks für „leiseres Design“ zu finden.

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Wir brauchen die Konterrevolution! Time well spent

Mich beschleicht ein ungutes Gefühl: das Übermanipulations-Unbehagen

Es ist der 12.09.2014. Ich sitze im Auditorium der MTP Konferenz in London und folge dem Vortrag von Nir Eyal zum Thema „Building habit-forming products“.

Nir spricht darüber, dass die meisten Aktionen, die wir tagsüber ausführen, von Gewohnheiten getrieben sind und damit ganz unbewusst ablaufen. Und er spricht darüber, wie man Produkte so gestaltet, dass sie die Nutzer auf eben genau dieser Ebene ansprechen. Sein prominentes Beispiel dafür sind die kleinen Bubbles, die an unseren Apps aufpoppen und sagen „Hey! Hier gibt es heiße News für dich!“. Und er spricht darüber, warum wir diesen Triggern so schlecht wiederstehen können.

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