Artikel von Britta Ullrich (Gastautor)

Britta arbeitet als Principal User Experience Manager bei XING und wendet die Bildsprache regelmäßig in ihrem Berufsalltag an. Seit 2012 gibt sie bei Vizworks ihre Begeisterung für die Bildsprache in Workshops und auf Konferenzen an visuelle Denker und solche die es werden wollen weiter. 2013 gründete sie mit ihren Kollegen die Vizthink Community in Hamburg, um den Austausch über die Macht der Bildsprache weiter zu fördern. Es ist ihre Vision die Bildsprache wie einen Virus zu verbreiten, um damit die unternehmerische Innovationskraft zu steigern sowie Fokus und Spaß in die Berufswelt zu bringen.

Sexy Research – Verwendung von Bildsprache vor, während und nach Research-Projekten

Als Product Owner, Designer und Researcher ist es unser gemeinsames Ziel, Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, die Kunden lieben. Um die bestmöglichen Ideen zu generieren, stecken wir häufig unsere interdisziplinären Köpfe zusammen und machen ein Brainstorming. Kollegen die neu im Thema sind müssen schnell ins Boot geholt werden und die Ergebnisse einer Brainstorming-Sitzung sollten für alle verständlich dokumentiert werden.

Während einer Nutzerbefragung ist es wichtig, eine offene Gesprächsatmosphäre zu schaffen, damit wir in die Welt unserer Nutzer eintauchen können und ihre Bedürfnisse besser verstehen können.

Nachdem wir dann mit einer Reihe von Nutzern gesprochen haben, ist es unsere Aufgabe, die gesammelten Erkenntnisse zusammenfassen – umso wichtiger, wenn Kollegen und Kunden beteiligt sind. Und das Ganze muss in der agilen Arbeitswelt schnell und „lean“ gehen.

In diesem Zusammenhang bin ich ständig auf der Suche nach neuen ansprechenden, „sexy“ Möglichkeiten um

  • unsere Arbeit in interdisziplinären Teams zu optimieren
  • Nutzer während des Interviews zum Reden und sich Öffnen einzuladen und
  • unsere Forschungserkenntnisse ansprechend zu kommunizieren.

Der Einsatz der „Bildsprache“ kann in diversen Phasen der Produktentwicklung helfen. Das Argument „Ich bin kein Künstler“ oder „Ich kann aber nicht malen“ zieht nicht, wenn man die Bildsprache als ein Denkwerkzeug betrachtet.  Sie erleichtert die Synthese und damit das Verständnis des großen Ganzen („Big Picture“). Nächste Schritte können schneller erkannt und Entscheidungen schneller getroffen werden.

Ich hoffe, die folgenden Beispiele sind eine Quelle der Inspiration für euch, damit ihr Bildsprache und visuelles Denken besser in eure „produktbezogene“ Arbeit integrieren könnt.

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